Das Jahresprogramm 2026 ist zusammengestellt. Erneut entdecken die Region im Zürcher Unter- und Oberland, erkunden aber auch umliegende Kantone. Über die Saison steigern wir Distanz und Schwierigkeit.
Gruppe «Hauptfeld» für durchschnittliche trainierte, Durchschnittsgeschwindigkeit 20 – 23 km/h Gruppe «Verfolger» für sportlich Ambitionierte, Durchschnittsgeschwindigkeit 24-26 km/h
Die Verfolgergruppe fährt 30 Minuten nach dem Hauptfeld los. Am Ende der Tour treffen wir uns zu einem gemeinsamen Höck. Alle Touren werden über WhatsApp mit der Streckenbeschreibung und mit dem Strava-Link angekündigt. Dort kann man sich auch anmelden.
Vero Fletsberger und Frauke Böni genossen den 200er
Die traditionelle Zweitages-Tour des Radfahrerverein Bülach führte auf verkehrsarmen Strassen durch den Jura. Landschaftlicher Höhepunkt: Die Schluchten Areuse und Pichoux.
Die Zweitages-Fahrt des RV Bülach durch den Jura war für sieben der elf Teilnehmer zu wenig lang. Nach einem anstrengend ersten Tag mit dem Aufstieg durch die bezaubernde Areuse-Schlucht und und einem «rollenden» zweiten mit der fantastischen Abfahrt durch die Gorge du Pichoux war die Tour für die Nimmersatten zu früh zu Ende. Sie verzichteten darauf, nach 100 km wie vorgesehen in den Zug zu steigen und fuhren – unterstützt vom Rückenwind – bis nach Bülach zurück. Am Ziel bestätigte der Computer das Knacken der 200 km-Marke. Bemerkenswert dabei: Im Sog der fünf Männer aus der «Speedgruppe» hielten auch zwei Frauen durch: Veronique Fletsberger, Lehrerin aus Niederglatt, und Frauke Böni. Für die Bülacher Stadträtin ist es der erste 200er in ihrer Velokarriere.
100 km waren der Mehrheit zu wenig
Der «Zweitäger» findet einmal im Jahr, meist Anfang Juli statt. Er gehört zu Jahresprogramm mit einer Ausfahrt (70 – 120 km) an jedem Wochenende. Die Routen garantieren schöne Landschaften und wenig Verkehr. Gäste sind willkommen. Die nächste Ausfahrt führt ins Zürcher Oberland. Treffpunkt beim Brunnen beim Goldenen Kopf. Start 9:00 für die Gemütlichen und 9:30 für die Schnelleren.
In der Velowoche 2025 passte alles perfekt zusammen: Von der Schönheit der norditalienischen Stadt mit den guten Restaurants über die abwechslungsreichen Strecken des Veneto und der pittoresken Gegend bis zu der ausgezeichneten Stimmung im 30-köpfigen Feld.
Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. In der RVB-Velowoche in Bassano del Grappa, hat alles perfekt gepasst. Perfekt heisst: Es ist unmöglich unter den Puzzle-Teilen eine Rangliste aufzustellen.
Sind wir bescheiden, und fangen bei dem an, was wir nicht beeinflussen konnten: Dem Wetter. Nach einem kurzen Prolog ins mittelalterliche Städchen Asolo erlebten wir am nächsten Tag eine Enttäuschung: Die angekündigte Sonne erwies sich als sehr nass und ausdauernd. Doch danach wurde es wärmer und vor allem sonnig. Und zuletzt war es schon fast Sommer. Es brauchte weder Arm- noch Beinlinge. Dafür Sonnencreme.
Als aussergewöhnlich präsentierte auch das Velogebiet, das unter Velofreaks schon weit mehr ist als ein Geheimtipp. Die Stadt am Ausgang der Dolomiten bietet alles, was Velofahrer der unterschiedlichsten Stärken suchen: Kurze und lange Aufstiege (bis hinauf auf den Monte Grappa auf 1775 m ü. M., gewundene Strassen durch sanfte Hügel, Rollerstrecken entlang von Kanälen. Wobei nicht nur Beine und Lungen auf ihre Rechnung kamen, sondern auch die Augen: Von der Weite der Po-Ebene mit ihren Kanälen über die an die Toskana erinnernden Weingebiete bis zu den Schluchten, den Alpweiden und den Felsen der Dolomiten fehlte nichts, das nicht hätte fotografiert werden müssen. Der Veneto ist eine reiche Gegend. Das zeigt sich an den unzähligen Kirchtürmen im Stil des Campanile von Venedig, aber auch am Zustand der historischen Städte wie Castelfranco Veneto, Citadella, Asolo oder Marostica.
Nur was wären Veloferien, wenn nach der Heimkehr der Tag schon vorbei wäre. Bassano del Grappa ist eine einladende Stadt mit drei wunderbaren Plätzen, vielen historischen Bauwerken, einer berühmten Holzbrücke über die Brenta und vor allem einem regen Betrieb mit viel heimischem Jungvolk und wenig Touristen. Hier bleibt man gerne sitzen – und freut sich auf das Nachtessen auf hohem Niveau. Erstaunlich was hier für eine 30-köpfige Gruppe zu welchem Preis (Schweiz dividiert durch zwei) aufgetischt wird.
Das Wichtigste zum Schluss: Das in drei Gruppen unterteilte 27-köpfige Feld legte etwa 15 000 Kilometer zurück. Und sieht man von zwei harmlosen Umfallern aus dem Stand ab, gab es keinen Zwischenfall. Nicht mal einen Plattfuss. Was wiederum für die sonst so oft gescholtenen italienischen Strassen spricht.
Eine Woche in Bassano del Grappa vom Sa, 27. April bis So, 5. Mai 2024
Unter Hobby-Rennvelofahrern gilt ein altes Gesetz: «Wenn sich mehr als ein «Gümmeler» auf eine Ausfahrt begeben, gibt es ein Rennen.» Daraus lässt sich für den Fall einer gemeinsamen Woche auf der Strasse ein weiterer Spruch ablesen: «Wir sind nicht zum Vergnügen da, wir sind in den Veloferien.» Beim Radfahrer-Verein Bülach gehört eine solche Woche in Italien, die man früher Trainingslager nannte, zur Tradition. Piemont, Adria und Gardasee gehörten zu den Zielen. Jetzt führte die Reise schon zum zweiten Mal nach Bassano del Grappa, der Stadt am Fuss der Dolomiten und am Ende des Valsugana. Bei dem, was man auch als «Tretlager» bezeichnen könnte, schlossen sich die Begriffe Vergnügen und Ferien nicht aus. Sie fusionierten. Das Velogebiet um Bassano ist vielseitig, hügelig bis bergig (aber nur selten sehr steil) im Norden, flach im Süden. Landschaftlich überwältigend, wenn es anstrengend wurde, einladend zum Kafihalt in den mittelalterlichen Städtchen in der Poebene. Und je nach Einstellung folgte der Höhepunkt erst nach der Ausfahrt: Beim Bier oder beim Apero auf einem der vielen lebendigen Plätze in der Stadt mit der bekannten Holzbrücke und den Grappa-Brennereien. Oder beim gemeinsamen Nachtessen in den hervorragenden Restaurants.
Fazit: Die Waage notierte nach den acht Tagen mit rund 600 Kilometern, von denen nur ein Tag verregnet war, einen Muskelzuwachs.
Mit einem wunderbaren Herbst-Epilog eine Woche nach Saisonschluss, ging das Bülach Velojahr 2023 versöhnlich zu Ende. Perfektes Wetter mit dem fünftgrössten Feld der ganzen Saison. Mehr waren es nur ganz am Anfang bei der Bierfahrt zum Blauen Engel, in Bassano, beim Wilfried-Meier-Memorial und bei der neuen Ruedi-Steiner-Classique.
Aus der Liste der Vereinsmeisterschaft mit neu eingeführten Sockenpunkten (statt Kilometern, eine Mischung aus Distanz und Höhenmetern) geht hervor, dass sich 26 Mitglieder (neben 15 Gästen) an den Touren beteiligten. Allerdings brachten es nur zehn von ihnen auf über 1000 Punkte (was fast tausend Kilometern oder einem Drittel des Angebots entspricht). Ab Rang 11 war niemand mehr als sieben Mal dabei. Für einige war Bassano auch gleich der RVB-Saisonschluss.
Es gibt viele Gründe für die rekordtiefe Beteiligung, weshalb ganz am Schluss eine Versöhnung willkommen war: Familie, Arbeit, Verletzungen, Krankheit waren die wichtigsten. Wenn auch wir jedes Jahr älter werden, was ungesund sein kann, nehmen auch die Absenzen von denen zu, die keine Lust mehr haben, denen es zu lang oder zu heiss ist.
Ein Grund waren wohl auch die euphorisch eingeführten Neuerungen mit der freien Wahl zwischen Samstag und Sonntag (eine Erfindung von Ruedi…) und der Versuch, mit einer Flora-Route die Gemütlichen aufs Velo zu locken. Stattdessen fehlten auch einigen Ungemütlichen die kürzeren Halbtagestouren. Eine Umfrage hat Änderungen für die nächste Saison zur Folge.
Auf der Rolle mit Marc Locatelli und Franz Horváth
Ein theatralisches Radsportinterview
Ausgangslage dieses Gümmelerabends ist die fiktive Ausfahrt zweier Velo-Afficionados. Während ihrer lockeren Fahrt auf fixen Rädern; kommen sie schnell ins Gespräch.
Franz, der Interessierte, stellt viele Fragen und hört gerne zu. Locatelli, der fittere, kommt ins Erzählen und lässt sein Leben Revue passieren. Sein Leben ist vielleicht nicht besonders spektakulär, dennoch spannend und abwechslungsreich.
Marc erzählt sehr unterhaltend und mit viel Witz und Ironie von seinen sportlichen und menschlichen Erfolgen und Misserfolgen und seinem grössten Erlebnis: „Die Nacht in der ich Eddy Merckx bezwang“.
Die Zuschauer:innen werden auf eine spannende Ausfahrt mitgenommen und erfahren viel über den Menschen, den ehemaligen Radrennfahrer, aktiven Illustrator, Galerist und Schauspieler der die Welt der Rennbahn-Bühnen liebt und geniesst.